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Info

01 Info

Anna-Amanda Steurers Werk ist von einer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit Zeit, Erinnerung und Wahrnehmung geprägt. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten sind häufig konkrete Orte und Situationen, die sie in ihrer historischen, sozialen und räumlichen Dimension untersucht. Dabei geht es weniger um die Rekonstruktion von Vergangenheit als um deren gegenwärtige Präsenz: um Spuren, Überlagerungen und Verschiebungen, durch die sich individuelle und kollektive Erinnerung konstituiert.

Portfolio

02 Portfolio

ZEITZEUGEN

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Installation (Sozialzentrum Egg/Vorarlberg)

Stickgarn, Organdy, Holz

200 x 110 cm

2026

Ein Gespräch mit drei Damen. Sie berichten aus einer Zeit, die unendlich weit in der Vergangenheit zu sein scheint, doch in Wirklichkeit nur zwei bis drei Generationen zurückliegt. Es ist eine Welt voller Bescheidenheit – oder doch Armut? Der Gedanke an Nachhaltigkeit prägt das Denken – oder doch die Not? Meinungen bestimmen das Handeln. Ist es Wissen oder Volksglaube? Lieber nichts riskieren!
ZEITZEUGEN schreibt einen Trialog fest, der in die Erinnerungskultur eindringt.

Wem würden Sie ein warmes Zimmer bescheren? Dem Kind oder dem Huhn?

BRUCH

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Objekt

Spiegel, Klarglasstäbe, frei an der Flamme verformt

14 x 14 x 14 cm

Patrick Roth, Anna-Amanda Steurer

2025


Spiegel öffnen den Würfel und vervielfachen das eingestellte Glasobjekt, das sich nach allen Seiten zu verflüchtigen scheint. Nur die Stoßkanten der Spiegel geben dem Raum Konturen und ermöglichen Orientierung innerhalb des engen Gehäuses. Sie bilden zugleich den Rahmen für den Wechsel der jeweiligen Bildwelt, in der sich das transluzide Amorphe, das zarte Ungezügelte, Platz verschafft und sich vor die Augen der Betrachterin oder des Betrachters stellt.  

SPIELRUNDE

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Installation (Gasthaus Brauerei, Alberschwende)

Einfachdeutsche Jasskarten

2024


Die kleine Wirtsstube im ehemaligen Gasthaus Brauerei in Alberschwende wird im Rahmen der Ausstellung Kunstbräu 2024 zu einem Ort der Erinnerung. Ein kalter Luftzug zieht durch den Raum. Tische und Stühle wurden entfernt. Nur eine lange Eckbank erinnert an das Zusammentreffen von Menschen, die sich hier einmal in gemütlicher Runde versammelt haben. Absperrungen verwehren den Eintritt an den Türöffnungen. Konzentrisch am Boden ausgelegte Jasskarten
– nach Farben sortiert – werden zu Bedeutungsträgern für eine analoge Welt, in der einst unzählige kleine Gasthäuser Teil des dörflichen Lebens und Raum vielfältiger Kommunikation waren.

ZEITFENSTER

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Installation (Bregenz, Kaiserstraße 6)

Papier

2025

Die ortsspezifische Installation ZEITFENSTER bespielt die Schaufenster eines aufgelassenen Geschäfts in der Kaiserstraße 6 in Bregenz und ist im Rahmenprogramm der STAGE Bregenz 2025 als Teil von „Kunst.Punkte in Bregenz“ zu sehen. Der ehemalige Geschäftsraum wird zum Ort der Überlagerung verschiedener Zeitschichten und verweist auf den Wandel sozialer Begegnungen. Das immer unschärfer werdende Miteinander vergangener Zeiten trifft auf einsame digitale Räume.

GESCHWISTER - BÜHNENBILD

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Bühnenbild für "Geschwister" (Theater Mutante), Bildstein

2025

In der Abschlussszene des Theaterstücks "Geschwister" (Theater Mutante), aufgeführt in Bildstein, gerät die runde Tafel vor der Kulisse des Rheintals zum Tableau des Überflusses. Auf ihr türmen sich abgelaufene, noch original verpackte Lebensmittel. Die idyllische Landschaft kontrastiert mit dieser Überfülle und legt eine Gesellschaft offen, deren materieller Überfluss nicht vor dem Gefühl der Unzufriedenheit schützt.

ALP(T)RAUM - BÜHNENBILD

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Bühnenbild für alp(t)raum (Theater Mutante), Lochau

Entwurzelte Bäume, Chromlack

2024

Für die Inszenierung von alp(t)raum (Theater Mutante) in Lochau entsteht eine surreale Landschaft aus kahlen, entwurzelten Bäumen, die mit Silberlack besprüht wurden. Zwischen Natur und Künstlichkeit, Realität und Traum entsteht ein fremdartiger Bühnenraum, der die innere Welt der Figuren sichtbar macht. Die silbernen Bäume werden zu einer poetischen Metapher für Entwurzelung, Einsamkeit und Fremdheit und schaffen eine Atmosphäre, in der sich menschliche, und groteske Gestalten wie in einem Wachtraum bewegen.

Film: Michael Salvadori

GROWTH

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Installation (MAP Kellergalerie, Schruns)
Verzinkter Draht (0,65mm)

2024

"Gingo biloba

Dieses Baum's Blatt, der von Osten

Meinem Garten anvertraut,

Giebt geheimen Sinn zu kosten,

Wie's den Wissenden erbaut.

Ist es ein lebendig Wesen?,

Das sich in sich selbst getrennt,

Sind es zwey? , die sich erlesen,

Daß man sie als eines kennt.?

Solche Frage zu erwiedern

Fand ich wohl den rechten Sinn;

Fühlst Du nicht an meinen Liedern,

Daß ich eins und doppelt bin?" (Johann Wolfgang von Goethe)


Growth heißt die künstlerische Raumintervention: ein Gespinst aus drei Kilometer verzinktem Eisendraht im Astwerk des Ginkgos vor der MAP Kellergalerie in Schruns. Im Laufe des Tages und abhängig vom Jahreszeitenzyklus verändert sich die Sichtbarkeit der aus zarten Linien gebildeten Flächen. Im Frühjahr erscheinen sie von hellen Trieben durchwachsen, im Sommer von fächerförmigen Blättern bedeckt. Der Herbst lässt das künstliche Gebilde zu einem Lager für das goldene Laub werden. Wer sich bewegt, dem eröffnen sich unendlich viele Bilder.

SORBUS AUCUPARIA

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Objekt

Eberesche, Lack

2024

Natur und Künstlichkeit begegnen sich in dieser Arbeit in einer subtilen Spannung. Ein zartes Baumskelett wird durch die monochrome Farbgebung seiner natürlichen Erscheinung enthoben und zugleich neu in Beziehung zu seiner Umgebung gesetzt. Das silbrige Gerippe erscheint unvermittelt in wechselnden Landschaften..

Die reduzierte Intervention lenkt den Blick auf die fragile Struktur des Baumes und eröffnet einen Raum für unterschiedliche Wahrnehmungen. Zwischen Naturkörper und künstlichem Objekt changierend, verweist die Arbeit auf die Übergänge zwischen Gewachsenem und Gestaltetem, Vergänglichkeit und Dauer.



Mit freundlicher Unterstützung des Landesforstgarten Vorarlberg.
Fotos: Ivo Voegel

SEHEN UND STAUNEN

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Objekt

Edelstahl

⌀ 1,50 m

2024

Um die Kooperation der Bregenzerwälder Museen und Schaubetriebe nach außen sichtbar zu machen, übersetzt die Wanderskulptur das Logo des Verbunds in eine räumliche Form. Der Kreis wird zur Kugel, die flimmernde Iris zum flimmernden Auge. Erst durch die Schiefstellung der Achse erschließt sich ein Raum – jener Raum, in dem die Museen und Schaubetriebe wirksam sind und in dem Gäste Vielfalt erleben.

14 Segmente wechseln sich mit Leerräumen ab und verweisen auf die 14 Mitglieder des Verbunds. Op-Art- bzw. Flimmereffekte sowie die Verwendung von Edelstahl erzeugen visuelle Phänomene, die irritieren. Aus dem Logo wird ein sinnliches Erlebnis: Die Irritation fordert den Blick heraus und intensiviert die Auseinandersetzung mit dem Objekt.


Entwurf: Anna-Amanda Steurer
Metallarbeiten: Kunstschlosserei Peter Figer, Bezau
Fotos: Marte

STATERA

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Raumteiler (Handwerk+Form, Andelsbuch)

Messing, Papier
4,95 x 2,44 m
2023


Shoji sind japanische Raumteiler, die aus leichten Holzrahmen mit Schiebetüren und Papierausstattung bestehen. Das Objekt ist der Inspiration durch diese fernöstlichen Architekturelemente geschuldet. Während dort die Textur des Holzes und des flächig verwendeten langfasrigen Papiers eine Rolle spielt, das ein diffuses Licht erzeugt, wird hier auf eine alternative Materialqualität und Lichtinszenierung gesetzt: brüniertes Messing und elfenbeinfarbige Papierbänder, die als lineare Gestaltungselemente Verwendung finden. Im richtigen Licht erkennt man, dass der tiefe Goldton des Metalls erhalten bleibt und der manuell bearbeiteten Oberfläche seine Lebendigkeit schenkt. Die Binnenstruktur ist als Wiener Flechtwerk hergestellt. Dessen Umsetzung erfolgte in alter Handwerkskunst, die hier aber neu interpretiert wird, indem mit der Lichtdurchlässigkeit des Materials neue Muster erschlossen werden.


Unternehmen: Felder Metall GmbH, Andelsbuch

Designerin: Anna-Amanda Steurer

KooperationspartnerInnen: edel-stahl Büchele & Co KG, Hard
Flechterin: Marina Frey, Wildpoldsried (Deutschland)
Boden und Rahmen: Tischlerei Geser GmbH, Andelsbuch, Salzmann Formblechtechnik GmbH, Andelsbuch

Flechtwerk: Berkmann Christiane, Berkmann Kassandra, Blum Sylvia, Brunner Roche, Felder Katja, Felder Margaritha, Fetz Christine, Fink Katja, Frey Marina, Frey Sophia, Hammerer Kathrin, Harrasser Daniela, Jähnert Andreas, Jäger Gabriele, Köb Franziska, Lang Gabriel Lyra Bina, Lang-Gabriel Myrte, Loitz Laurina, Meusburger Maria, Meusburger Veronika, Moosbrugger Maria, Mylonas Ruth, Rasser Gerhard, Reichart Inge, Reichart Mathea, Simma Anna, Steurer Anna-Amanda, Steurer Katharina, Steurer-Lang Maria Rose

ARBOR

Kunst am Bau – Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast
Wandmaße: 13,80 m x 6,20 m

Frühjahr 2023

Der Saalvorhang für das Jugend- und Bildungshaus Arbogast entstand nach der Prämisse, der digitalen Bilderflut ein Gegenkonzept anzubieten, das sich von Arbor (lat. Baum) ableitet und eine Beziehung zum Ort herstellt. Dieser ist von Ästhetik und Schlichtheit geprägt. Daher folgt das Programm des Vorhangs einer motivischen Beschränkung sowie klaren Gliederung. Die gesamte textile Fläche wird in Längsrichtung rhythmisch durch grafische Bildelemente aufgelöst, die Holzmaserungen erkennen lassen. Changierende Grautöne werden von der Nähe als ein dichtes schwarzes Linienspiel erkannt.
Absicht war es, eine Projektionsfläche für Bilder anzubieten, die sich im Geist der BetrachterInnen entwickeln und in die tiefe Welt des Inneren führen. Mitunter kommt durch das Helldunkel der Motive eine Assoziation mit Birken auf,  jenem Baum, der für Neubeginn, wiedererwachendes Licht, Liebe und Freude steht.

 

Künstlerische Arbeit: Anna-Amanda Steurer, Krumbach, 2023

Foto: Adolf Bereuter, Dornbirn
Bildbearbeiter: Armin Kofler. pro.file, Lustenau
Druck: Mader Werbetechnik, Lauterach

Vorhangerzeugung: Markus Scherrer. Der Raumausstatter GmbH, Rankweil

DU WIRST DEINEN WEG GEHEN

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Installation Feldkirch Jahnplatz

Pestwurz, Lack

2023


Wer vom Feldkircher Bahnhof den Weg zur Innenstadt einschlägt, wählt vielfach die Route über den Jahnplatz, einen belebten Ort. 2019 hatte man hier auf Initiative von Arno Egger die Kunstbox aufgestellt und damit eine öffentliche Begegnungstätte von Kunst und Alltag geschaffen. Der verglaste Raum mit gut 20 m3 Volumen zieht den Blick der PassantInnen auf sich. Manche bleiben stehen, andere machen ihre Kunsterfahrung im Vorbeigehen. Zu übersehen ist die Kunstbox nicht, in der Nacht ist sie beleuchtet.
2023 ziehen dort chromfarbene Riesenblätter den Blick auf eine Installation. Ihre Hängung wirkt wie die tänzerische Inszenierung eines melodiösen Gesangs. Der leiseste Windhauch, der durch die Türspalten dringt, versetzt die Blätter in Schwingung. DU WIRST DEINEN WEG GEHEN heißt der Titel, der die Arbeit spielerisch mit dem Orakel-Brauchtum zu Silvester in Verbindung bringt: dem Blei- oder Zinngießen. 
Derzeit ist die Installation in der Juppenwerkstatt Riefensberg zu sehen.

WARUM KUNST?

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Billboards
Feldkirch, James Joyce-Passage

Foliendruck
4 Stück à 2 x 3 m
2023

Im Februar 2023 ist in der James Joyce-Passage zur Feldkircher Innenstadt auf den vier Billboards der Unterführung ein gesticktes Schriftbild zu sehen; es weist Unschärfen auf und verliert sich in der Tiefe. Die Arbeit ist als Visualisierung des Denkprozesses in Bezug auf die Fragestellung „Warum Kunst?“ zu verstehen und entstand als Fortsetzung des gleichnamigen Werks aus dem Jahr 2022, das im Künstlerhaus Bregenz ausgestellt worden war.

WARUM KUNST?

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Objekt

Messing, Transparentpapier, Nähgarn

48 x 35,5 x 10,5 cm
2022


...weil Kunst für mich Erfüllung bedeutet...weil Kunst mich immer wieder überrascht...weil Kunst Freiheit bedeutet...weil Kunst die Wahrnehmung erweitert...weil Kunst Gespräche eröffnet...weil Kunst mein Leben ist...weil mich Kunst bewegt und ich Menschen bewegen möchte...weil Kunst mich lernen lässt...weil Kunst neue Perspektiven ermöglicht...weil Kunst divergentes Denken bedeutet...weil die Auseinandersetzung mit Kunst für mich eine Notwendigkeit darstellt...weil Kunst vernetzt...weil Kunst zur Selbsterfahrung beiträgt...weil Kunst zum Denken und Handeln anregt...weil Kunst meine große Leidenschaft ist...weil Kunst mein Weg ist...weil Kunst...

GEDANKENREGAL

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Objekt
Glas, Wasser, Papier, Tinte

Aktionsraum: Bodenseeufer in Österreich, Deutschland und der Schweiz

2017 / 2021


„Guten Tag! Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Anna- Amanda Steurer. Ich komme aus Österreich, genauer gesagt Vorarlberg, und arbeite an einem partizipativen Kunstprojekt. Ich sammle Gedanken von Menschen, die – wie Sie – Zeit am See verbringen und den Blick in die Ferne schweifen lassen. Wären Sie so freundlich, Ihre Gedanken mit mir zu teilen, sie auf diesen Zettel zu schreiben und das Papier nach innen gerollt in die Flasche zu stecken?
Ich habe sie soeben mit Bodenseewasser gefüllt, in dem sich die Schrift mit der Zeit auflöst. Jede Flasche wird etikettiert, mit Datum und Ort versehen, kommt in ein Gedankenregal und dieses in ein Ausstellungshaus.”
Ich sammle Gedanken. Ich sammle das Gewahrsein eines Augenblicks am Ufer des Sees, an dem ich auch Luigi, den Trüffelhund, kennengelernt habe, der sie nur isst, aber noch nicht findet.

MOBILE

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Objekt (Künstlerhaus Bregenz)

Leinen, Holz

4 x 2 m 

2017

Fünf transparente Webbahnen in Leinwandbindung übertragen die Schwingungen eines Raumes in eine tänzerische Inszenierung. Die goldfarbenen Notenlinien sind unbeschrieben; der leiseste Windhauch ändert die Beziehung der textilen Elemente zueinander. Es ist eine zarte Arbeit, die sich über das Objekt hinaus in dessen Schatten fortsetzt und auf diese Weise den Raum bespielt.

TRIPTYCHON

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Objekt

Tampons auf Leinwand
Je 1 x 1 m

2017


Das Triptychon ist im Rahmen von „Orange the World“ 2022 im Werkraum Bregenzerwald zu sehen. Es besteht aus unzähligen aufgerollten Tampons, die – vergleichbar einer Holzschindelwand -– auf den Bildträger aufgebracht sind. Die Arbeit ist als Metapher für das Unausgesprochene, Schamhafte oder Tabuisierte zu verstehen, als Bild für das Totschweigen diskriminierender weiblicher Erfahrungen. So wird die schöne Oberfläche in ihrem puristischen Weiß und Türkis gleichsam zu einer Chiffre für deren Fragwürdigkeit. Im Licht und Schatten der sich überschneidenden Bildelemente berühren sich tausende Realitäten unter einem trüben Himmel.

OVERLAY 2.0

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Objekt
Eisen, Holz, Lack, verzinkter Draht (0,65 mm)

2 x 1x 7 m
Frühjahr 2019


Ein geometrisches Muster formuliert die Binnenstruktur von acht rechteckigen Metallrahmen. Sie sind rund zwei Meter hoch, halb so breit und in einer rhythmischen Abfolge so aufgestellt, dass die Ebenen zueinander parallel sind. Die Zwischenräume können betreten werden. Abhängig vom Standort überlagern sich die zarten Linien der verspannten Drähte zu einem räumlichen, in seiner Tiefe variablen Bild.

OVERLAY

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Objekt
Eisen, Holz, Lack, verzinkter Draht (0,65 mm)

2 x1x 3 m 
Frühjahr 2019


Ein geometrisches Muster formuliert die Binnenstruktur von vier rechteckigen Metallrahmen. Sie sind rund zwei Meter hoch, halb so breit und in einer rhythmischen Abfolge so aufgestellt, dass die Ebenen zueinander parallel sind. Die Zwischenräume können betreten werden. Abhängig vom Standort überlagern sich die zarten Linien der verspannten Drähte zu einem räumlichen, in seiner Tiefe variablen Bild.

OKTOGON

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Installation
Eisen, Holz, Lack, verzinkter Draht (0,65 mm)

Frühjahr/Sommer 2019

Das Reichenfeld ist eine Parkanlage in der Nähe des Feldkircher Stadtzentrums. Mitten im offenen Feld steht im Sommer 2019 ein Objekt, das Licht in seiner Anwesenheit erfahren lässt. Sein Schein umspielt den Körper, dessen Grundstruktur ein Oktogon bildet. Die rechteckigen Metallrahmen sind rund zwei Meter hoch und halb so breit; ihre Aufstellung lässt es zu, zwischen den Elementen in das Innere der Arbeit zu gelangen. Deren Binnenstruktur ist aus Draht geschaffen. Sie erinnert an Spirographieen, die sich von außen betrachtet überlagern. Die Rezeption steht in engem Zusammenhang mit dem Sonnenstand, den Wetterverhältnissen und der gewählten Perspektive.

hOURs

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Installation

verzinkter Draht (0,65 mm)

Frühjahr 2018

hOURs heißt die künstlerische Raumintervention: ein Gespinst aus rund 20 km verzinktem Eisendraht; in seiner Gesamtheit von keinem Standort aus einsehbar. Die Wahl des Ortes, eine enge Schlucht im Bregenzerwald, folgt der Prämisse einer ausschnitthaften Perspektivenvielfalt, die dynamische und zeitkontinuierliche Abläufe einbezieht. Es ist eine kurze Phase, in der direktes Sonnenlicht über die zarte Textur der Oberfläche streift und Freiräume des Denkens öffnet. In ihnen trifft der/die BetrachterIn auf die Poesie der vorrückenden Zeit.

LICHTERWELTEN

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Fotografie I Video

Frühling 2016

Eine mit Tee gefüllte Glasschale steht auf dem Boden. Lichtbrechung und Reflexion verwandeln die ebene Fläche in eine imaginäre Landschaft, deren Farben und Formen sich im Lauf des Tages verändern. Eine Foto- und Videoserie hält diese flüchtigen Zustände fest. Die Arbeit macht den Wandel des Lichts sichtbar und führt damit die Zeit selbst als Material in die Kunst und ihre Betrachtung ein.

LICHTBEHANG

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Objekt
Transparentpapier (10 x 10 cm), Holzbeize, Nähseide,
Nylonfaden (Ø 0,15 mm), Silberquetschperlen, Aluminiumstange (Ø 0,8 cm)
2015–2017

Der Moorraum Krumbach* im Bregenzerwald ist ein meditativer Ort mitten in einer Moorlandschaft. Diese bietet die Kulisse für eine lang vorbereitete künstlerische Intervention. Die Längsseite des Holzkubus ist zur Gänze offen. Hier hängt für wenige Stunden ein farbiger Vorhang aus quadratischen, gebeizten und bestickten Tansparentpapieren. Im Gegenlicht verschmelzen die zarten grafischen Muster der Blattvorder- und rückseiten zu einer prozesshaften Bildwirklichkeit.

*Planung: Bernardo Bader, René Bechter, Paul Steurer; Mitarbeit: Sven Matt; Fertigstellung: 2011

RAISE

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Objekt Kirschbaum

Autolack, verzinkter Draht (0,6 mm)

Frühjahr 2017

Vom öffentlichen Raum aus kaum sichtbar, steht ein Baumgerippe auf einem Hügel in Krumbach im Bregenzerwald. In seiner Zartheit erinnert es an japanische Holzschnitte. 2015 wurde das Skelett mit weißem Autolack besprüht: Eine Metapher für den Zeitenlauf war entstanden. Inzwischen ist die Farbe verwittert, das Geäst brüchig geworden. Ein letztes Mal steht der alte Kirschbaum für eine Transformation zur Verfügung. Es entstehen Lichtfächer aus verzinktem Eisendraht (Länge: 2150 m), deren Wahrnehmung sich mit dem Einfallswinkel der Sonnenstrahlen und dem Standpunkt der BetrachterInnen verändert.

Kunden

03 AUSSTELLUNGEN

 

2013–2019

Rundgang I Universität Mozarteum Salzburg

2017

Raise I Public Art I Krumbach (V), Österreich

2018–2019

hOURs I Public Art I Krumbach (V), Österreich

2018

Extending the Thread I Group Exhibition I Galerie Zwergelgarten I Salzburg

2018

Ich (ent)decke den Tisch I Happening I Universität Mozarteum Salzburg

2019

Poolbar-Generator 2019. Von der Idee zum Konzept zum Festival I Group Exhibition I

Bildraum Bodensee I Bregenz

2019

Oktogon I Public Art I poolbar Festival I Feldkirch

2019

Ausstellung zum Kunstpreis 2019 I Group Exhibition I Galerie Das Zimmer I Salzburg

2020

Made In I Group Exhibition I Museum of Arts and Crafts I Zagreb, Kroatien

2020

Made In I Group Exhibition I MAO I Ljubljana, Slowenien

2020

Made In I Group Exhibition I Nova Iskra/Mikser I Belgrad, Serbien

2020–2021

Made In I Group Exhibition I Werkraum Bregenzerwald I Andelsbuch, Österreich

2020

Szenarien der Imagination, Annäherung an eine Ästhetik der Natur I Group Exhibition I

Kunstraum pro arte I Hallein, Österreich

2021

ONE DAY: The Art Exhibition: Have you seen the future? I Online Exhibition

2021

Made In I Group Exhibition I Schmeil-Haus I Schneeberg, Deutschland

2021–2022

Heimspiel Dokumentationsstation I Group Exhibition I AUTO, Visarte Ost I St. Gallen, Schweiz

2021–2022

Beziehungsstatus: Offen. Kunst und Literatur am Bodensee I Group Exhibition I

Zeppelin Museum I Friedrichshafen, Deutschland

2022

Heimspiel I Offene Ateliers I Egg, Österreich

2022

Präsentation der neuen Mitglieder I Group Exhibition I

Künstlerhaus Thurn und Taxis I Bregenz, Österreich

2022

Warum Kunst? I Group Exhibition by Ines Agostinelli I

Künstlerhaus Thurn und Taxis I Bregenz, Österreich

2022

Kunstbräu I Group Exhibition I Alberschwende, Österreich

2022

Alle I Group Exhibition I

Künstlerhaus Thurn und Taxis I Bregenz, Österreich

2022

Orange the World I Group Exhibition I Werkraum Bregenzerwald I Andelsbuch, Österreich

2023

Lichtbox & Billboards I Public Art I Feldkirch, Österreich

2023

Du wirst Deinen Weg gehen I Installation I Juppenwerkstatt Riefensberg I Riefensberg, Österreich

2023

Arbor I Kunst am Bau I Bildungshaus St.Arbogast I Götzis, Österreich

2023

20 Jahre KunstVorarlberg I Group Exhibition I KunstVorarlberg I Feldkirch, Österreich

2023

Handwerk+Form I Group Exhibition I Werkraum Bregenzerwald I Andelsbuch, Österreich

2024

Sehen und Staunen I Public Art I Bregenzerwald, Österreich

2024

Public Art I Galerie Fritz I Dornbirn, Österreich

2024

Group Exhibition I MAP Kellergalerie I Schruns, Österreich

2024

Bühnenbild “Alp(t)raum” I Theater Mutante I Lochau, Österreich

2024

Neue Mitglieder-Ausstellung I Group Exhibition I Kunst Vorarlberg I Feldkirch, Österreich

2024

Kleine Formate I Group Exhibition I Kunst Vorarlberg I Feldkirch, Österreich

2024

Kunstbräu I Group Exhibition I Alberschwende, Österreich

2025

Rauminstallation I Bregenz

2025

Bühnenbild “Geschwister” I Theater Mutante I Lochau, Österreich

2025

Über den See. 75 Jahre Internationaler Bodensee-Club I Group Exhibition I Städtische Galerie I Überlingen, Deutschland

2025

​Bühnenbild “Planetarium - wir haben genug gesehen” I Theater Mutante I Egg, Österreich

2026

Kunstbräu I Group Exhibition I Egg, Österreich

 

ERWÄHNUNG IN PUBLIKATIONEN

 

2020

Made In - platform for contemporary crafts - design production 2018/2020 I Museum of Arts and Crafts (Zagreb), OAZA (Zagreb) u.a. I Zagreb 2020 I ISBN 978-953-7641-83-2

2021

Beziehungsstatus: Offen. Kunst und Literatur am Bodensee I Zeppelin Museum I Friedrichshafen, Deutschland

2024

Struktur & Volumen I MAP Kellergarlerie I Dr. Johann Trippolt I Schruns

2025

Über den See. 75 Jahre IBC I Internationaler Bodensee-Club e.V. I Stadt Überlingen

Kontakt

04 Kontakt

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